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Seit Anbeginn der Zeit versucht der Mensch, sich ein Abbild der Oberfläche zu machen, auf der er lebt. Die Erweiterung des menschlichen Horizontes, im eigentlichen wie im übertragenen Sinn, war und ist immer mit der Erstellung neuer Karten verbunden. Karten dokumentieren wie kaum ein zweites Objekt den menschlichen Drang nach Erkenntnis und Entdeckung des Unbekannten - sie begleiten den Menschen daher schon seit Jahrtausenden. Bereits vor etwa 12.000 Jahren wurde ein Stadtplan auf einen Mammutzahn geritzt, es folgten Darstellungen der Griechen und Römer. Ein wahrhafter Boom der Kartenherstellung setzte dann zu Ende des Mittelalters ein - befeuert von den Möglichkeiten des Buchdrucks und den Entdeckungen der Seefahrer.
Den guten alten Atlas kennt jeder - zumindest aus seiner Schulzeit. Und auch im täglichen Leben benutzen wir Karten, um von A nach B zu kommen oder eine Stadt zu erkunden. Karten richtig zu lesen, ist für einige Menschen ein Kinderspiel, für andere eine zu abstrakte Aufgabe. Eine Karte selbst zu erstellen ist noch viel schwieriger - eine Wissenschaft für sich.
Eine kartographische Karte ermöglicht es uns, das (dreidimensionale) Relief einer geographischen Region auf einer glatten Oberfläche (zweidimensional) darzustellen. Zusätzlich zur Ansicht von Straßen, Strömen und Flüssen, Häusern und vielen anderen Sachen, geben uns diese Karten durch Höhenlinien Auskunft über Höhen. Höhenlinien sind imaginäre Linien, die gleiche Höhenpunkte in einer Landschaft miteinander verbinden.